
Berührung
Berührung ist eine der ursprünglichsten Formen von Verbindung. Noch bevor wir sprechen konnten, haben wir über Berührung erfahren, ob wir sicher sind, ob wir gehalten werden, ob wir willkommen sind. Dieses körperliche Wissen bleibt ein Leben lang in uns – und kann, achtsam eingesetzt, auch in der Arbeit mit dem eigenen Körper und Atem eine unterstützende Kraft sein.
Wir setzen Berührung bewusst und zurückhaltend ein. Sie ist nicht selbstverständlich und beliebig, sondern achtsam und punktuell – eine Hand, die Kontakt aufnimmt, um den Atem zu leiten oder einen Prozess zu unterstützen, der sich gerade zeigt. Niemals mehr, als in diesem Moment dienlich.

Die Entscheidung liegt dabei immer bei dir, ob oder ob du nicht berührt werden möchtest. Es ist deine Reise und dein Raum. Wir geben Angebote, und es steht dir frei, diese anzunehmen oder abzulehnen. Deine Selbstbestimmung ist für uns Grundlage jeder Begleitung – denn nur dort, wo du frei wählen kannst, kann sich auch Vertrauen entwickeln.
Wir berühren nicht, um etwas zu tun, sondern um in Kontakt zu treten. Es geht um Präsenz und Sicherheit. So kann Berührung zu einem stillen Wegbegleiter werden. Durch Berührung vermag man sich selbst besser zu spüren und sich vertrauensvoll einzulassen. Berührung hilft, dich selbst klarer wahrzunehmen.
